Prinz Rainer V. von Robotik, Tanz und Käfertechnik & Prinzessin Bea Buchholdia, von Godesberg und Funkenzauber
Prinz Rainer V. von Robotik, Tanz und Käfertechnik & Prinzessin Bea Buchholdia, von Godesberg und Funkenzauber
Bild: Elisabeth Klöckner

Ein Roller fahrendes Männerballett, ein kurioser Plaudertaschenengel und das singverrückte Planschemalöör gehörten zu den vielen Bühnennummern, die am Samstagabend das Publikum der Prunksitzung in Buchholz begeisterten. 

„Ob rote, weiße oder blaue Vereinsfarben, lasst uns gemeinsam jeck sein“, rief die Erste Vorsitzende Monika Wilsberg von der KG „So sind wir“ Buchholz zur Narretei auf. Nach dem Motto der Session, „Buchholz ist gemeinsam jeck“, wurde an diesem Abend der Beweis angetreten, dass die Buchholzer Karnevalisten, egal aus welchem Ortsteil und Verein sie stammen, das närrische Stimmungsbarometer gemeinsam in die Höhe treiben können.

Und das ist ihnen wahrlich gelungen: Sowohl die Buchholzer Karnevalisten unterschiedlicher Couleur als auch die auswärtigen Sterne des rheinischen Karnevals erfuhren viel Applaus. Die Ersten, die im Rampenlicht des Gasthofs Höfer standen, waren Prinz Rainer V. von Robotik, Tanz und Käfertechnik und Prinzessin Bea, Buchholdia von Godesberg und Funkenzauber. „Das Schönste, was der Buchholzer Karneval zu bieten hat“, stellte Zweiter Vorsitzender Stefan Dodemont das Prinzenpaar vor, nachdem sich Prinz Rainer und Prinzessin Bea mit ihren Adjutanten Georg und Claudia Trenkenschuh durch den proppenvollen Saal „gekämpft“ hatten. „Das war ein Mega-Empfang. Wahnsinn, ihr seid spitze“, bedankte sich Prinz Reiner. Vor 20 Jahren sei er von Godesberg auf die „Rauhe Kant“ gezogen und habe dort drei Dinge gelernt: Erstens trinke man dort gern Schnaps, woran er sich gewöhnen musste. „Ich kann mittlerweile einigermaßen mithalten, wenn gefeiert wird.“ Zweites gebe es an Kommunion, Hochzeiten und so weiter Kranzspenden, also viele Anlässe zum Feiern. Drittens habe er schon in einigen Ecken Deutschlands gewohnt, aber nur dort festgestellt, dass die Bewohner verschiedener Ortslagen gemeinsam feiern: „Das ist Buchholz, das ist schön.“ Nach dem Superstart in die Session, sagte dann Prinzessin Bea, freut sie sich besonders auf den Rosenmontagszug in Buchholz.

„Echte Fründe stonn zesamme“, hieß es bei der Dorfgemeinschaft „Rauhe Kant“, die für ihr Prinzenpaar tanzte. Planschemalöör, der neue Stern der kölschen Popmusik, brachte den Saal mit „Annabel“, „Heimat“ und „Echte Männer danze“ zum Kochen. De ahle Hannes (Herbert Büllesbach) und der neue Andy (Andreas Jungheim) tratschten über das Buchholzer Dorfgeschehen. „Das mit dem Rewe-Markt ist doch ein Ding. Da wurde jahrzehntelang geplant, und der Markt kommt immer noch nicht. Da sind die in Berlin schon weiter“, kalauerte Hannes. „Wie meinste das?“, fragte Andy. „Na, die haben wenigstens den Flughafen gebaut.“

Bauchredner Gerard (Gerhard Rother) hatte zwei lustige Vögel dabei, die schwatzten, wie ihnen der Schnabel gewachsen war. „Gerard ist der Einzige, der nachts mit einer Schüssel Nudelsalat durch die Siedlung läuft, damit es so aussieht, als sei er auf eine Party eingeladen“, teilte Vogel Emilio auch gegen Artgenosse Richy aus: „So, wie du aussiehst, ist dein Stammbaum ein Kreis.“ Als „Jumbo unter den Engeln“ begeisterte Hedwig-Maria Sieberichs, die unter vollem Einsatz von Körper und Mimik die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberte.

An dem Abend, den Sitzungspräsident Andreas Beck moderierte, traten auch das Männerballett und Mitglieder der KG auf: die Jungfunken, rot-weiße Funken und die Stadtsoldaten. Zu den Höhepunkten der Prunksitzung zählte der närrische Vortrag der Huusmeister vom Bundesdach (Frank Fander und Axel Foppen) und die BB-Kapell, die mit ihren Karnevalshits kräftig Partystimmung machte.

Bild & Text: Rhein-Zeitung