Liebe Wagenbauer & Fußgruppen,
wir haben euch die Anmeldung zum Rosenmontagszug und die aktuellen Infos zum Wagenbau im PDF-Format und Word-Format bereitgestellt.

Zuganmeldung 2018 (PDF)
Zuganmeldung 2018 (WORD)

Ein Ossendorfer Beamter, zwei senile Senioren und einige schäle Pänz hatten am Samstagabend etwas gemeinsam: Sie und weitere Protagonisten aus dem Buchholzer Karneval brachten den Saal Höfer sprichwörtlich zum Kochen. In der vollen Narrhalla feierte die KG „So sind wir“ ihre gelungene Prunksitzung und holte unter dem Motto „Bei den Jecken jeht et rund, Buchholz feiert kunterbunt“ närrische Eigengewächse und bekannte Gastkünstler auf die Bühne.

KG-Vorsitzende Monika Wilsberg und der neue Sitzungspräsident Andreas Beck empfingen das Prinzenpaar, den Elferrat, die Funken und die Stadtsoldaten zum Auftakt des stimmungsgeladenen Abends. „Es ist uns eine Ehre, euer Prinzenpaar zu sein“, rief Prinz Jürgen II. „von Stahl, Stift und Note“. „Freut euch mit uns an dem super Programm und an der ersten Sitzung mit unserem neuen Sitzungspräsidenten, der sicher genauso nervös ist wie ich.“

Prinz Jürgen II., Ihre Lieblichkeit Prinzessin Isabell Buchholdia, „die Strickstrumpfia von der Flexiblen der Rauhen Kant“, und deren Adjutanten Georg und Claudia Trenkenschuh machten dann schon zu Beginn der Sitzung ordentlich Stimmung. Als Ehrengäste begrüßte der Sitzungspräsident stellvertretend für alle Kommunalpolitiker „heröm“ Margret Wallau sowie die Prinzenwagenbauer von der Rauhen Kant.

„Ach nee, watt ’ne herrliche Einlauf“, freute sich Prinz Beukelar, „der Erste von der Rolle“ (Bernd Müller) über den Empfang im Saal. „Sach, wo han’se mich denn hinjescheucht? Nach Buschdorf?“, entrüstete er sich über den Protest. „Ich kann doch nichts dafür, wenn ihr nicht wisst, wo ihr hinjehört.“ Im Reich des „Fresskomitees“ (Elferrat) bahnte sich Prinz Beukelar dann einen Weg vorbei am Prinzen bis zum „Präzendenzfall“ (Sitzungspräsident), um von Andreas Beck postwendend eins auf die Mütze zu bekommen: „Prinz Beukelar, du hast die falschen Farben an.“ In der „Fastelovendsbarack“ sang der Gast im schrägen blau-weißen Ornat zur Versöhnung „Einmol Prinz zu sein in Buchholz am Rhing“.

Die Jungfunken ernteten für ihre Darbietung ebenfalls viel Applaus, bevor Beck das Uckerather Prinzenpaar Manni I. und Monika II. begrüßte. „Uns verbindet viel mit Buchholz: Geschwister, Nichten und Neffen sind hier ansässig“, freute sich Manfred Cremer über die Einladung. Dann stellte sich „dä Knubbelisch vom Klingelpütz“ (Ralf Knoblich) vor: „Ich bin Deliktdesigner in der All-inclusive-Anlage von Ossendorf. Bei uns heißt das Motto: Einmal helau, ab in den Bau“. Großen Beifall gab es für ihn und sein fröhliches Kalauern über Knast, Kneipenlandschaft und durchzechte Nächte.

Mit dem Lied „Lebt denn der alte Holzmichel noch“ zogen anschließend Freunde und Nachbarn von der Rauhen Kant in Holzfällerhemden in den Saal ein – und und mit einer Prinzessin, die eine Stofftierkatze und Wolle in den Händen hielt. Zur Überraschung der Tollitäten präsentierten sie eine auf das Prinzenpaar gemünzte Choreografie unter dem Motto „Ich und mein Holz“.

Der Theaterverein Thalia unterhielt das Publikum bestens mit Sketchen, die Rot-Weißen Funken tanzten, und auch die Stadtsoldaten unter dem neuen Kommandanten Stefan Schmitz präsentierten sich. Ein Höhepunkt war schließlich der Auftritt der beiden Senioren Willi und Ernst (Markus Kirschbaum und Dirk Zimmer) aus Koblenz, die sich vor den begeisterten Narren einen witzigen Schlagabtausch lieferten – zum Beispiel über das Alter und die Vergesslichkeit: „Mit 50 denkt man noch: Wir müssen zur Sitzung nach Buchholz, wo es tolle Frauen und Party gibt. Mit 70 denkt man: Wir müssen nach Buchholz, weil wir noch nie auf der Sitzung waren.“

Abschließend zeigten sich die grün-weißen Funken aus Kölsch-Büllesbach von ihrer besten Seite, und die Band Schäl Pänz machte zusätzlich mächtig Stimmung.

Text & Bild: Rhein-Zeitung